Unser Schulgarten
Exklusiv für die Schülerinnen und Schüler des gemeinsamen Lernens etablierte die Gertrud-Bäumer-Realschule das Fach „Arbeitslehre“, um die lebenspraktischen und alltagstauglichen Bezüge für die Schülerinnen und Schüler besser herstellen zu können.
Um den Erfahrungserfolg praktischer für unsere Schülerinnen und Schüler zu gestalten, wurde eine ungenutzte Grünfläche zu einem Schulgarten umgebaut. Der naturnahe Garten entwickelte sich zu einem wertvollen Lernort in der Schule. Hier kann die Natur mit allen Sinnen erfahren werden. Der Duft von Zitronenmelisse, der Geschmack von Himbeeren, das Gesumme der Bienen und die Farben der Blumen sind eine ideale Abwechslung zum Lernen in der Klasse. Ein naturgemäß gestalteter Schulgarten ist ein Lern- und Erlebnisraum, der auffordert, auf Entdeckungsreise zu gehen.
Er lädt ein zum Beobachten, Staunen, Erforschen, Spielen, Gestalten, Arbeiten und Genießen. Die Arbeit im Schulgarten ermöglicht ganzheitliches Lernen mit „Kopf, Herz und Hand“ und schafft einen Ausgleich zum kognitiven Lernen.
Im Schulgarten können die Kinder Kreisläufe der Natur erfahren. Sie pflanzen Saatkartoffeln, beobachten das Wachstum der Kartoffelpflanze, ernten die Kartoffeln und bereiten diese zu. Der Schulgarten der Gertrud Bäumer Realschule ist jedoch nicht nur ein Nutzgarten, in dem wir Beeren, Gemüse und Kräuter anbauen. Wir wollen auch Lebensräume für Tiere schaffen, die in unseren „aufgeräumten“ Gärten und landwirtschaftlichen Monokulturen oftmals kaum noch Nistmöglichkeiten und Nahrung finden. Das Anlegen und Betreuen solcher „Minibiotope“ ist heutzutage ein wichtiger Bestandteil der Schulgartenarbeit.
Wir haben in unserem Schulgarten bereits Nisthilfen für Insekten gebaut. Mit Restmaterialen aus Paletten, Holzplatten und Sammelgut aus dem naheliegenden Stadtgarten bauten unsere Schülerinnen und Schüler ein Insektenhotel der Marke „Eigenbau“. Bei der Auswahl der Blumen achten wir darauf, dass sie nicht nur schön aussehen, sondern dass ihre Blüten auch reichlich Nahrung für Insekten bieten.
Durch die positiven Erfahrungen und die gute Resonanz in der Schulgemeinschaft über den Schulgarten erweiterten wir zwei weitere Flächen des Schulgeländes und begrünten auch diese naturgemäß, um noch mehr Raum für Schülerinnen und Schüler und vor allem Tiere zu schaffen. Bei der Beschaffung der Materialen achten wir besonders darauf, nachhaltig und sparsam zu sein. Mit Upcycling- Methoden oder Einkäufen von Gebrauchtmärkten geben wir alten Materialen, wie bspw. Beeten oder Bänken, wieder neues Leben und werten die Gegenstände neu auf. Dabei bringen wir den Schülerinnen und Schülern gleichzeitig bei, wie wichtig die Nachhaltigkeit ist. Im Juli 2022 erhielten wir im Rahmen des Projekts „Mehr Platz für Falter – Jetzt wird’s bunt!“, eine Auszeichnung für einen „Schmetterlingsfreundlichen Garten“ vom NABU-Bundesverband.
Wünsche und Pläne
Für die Zukunft möchten wir uns intensiver mit den Themen Insektenhotels und Nistplätzen auseinandersetzen und diese Themen in unseren Schulgarten intensiver übertragen. Besonders für die Umgestaltung unseres kleinen Gartens möchten wir uns eine insektenfreundliche Lösung einfallen lassen.
Zum Beispiel könnten wir uns vorstellen eine kleine grüne Oase anzulegen, um einen Rückzugsort für Mensch und Tier zu schaffen. Mit bspw. Totholzhaufen, Sandlinsen oder Trockenmauern für die Insekten und nachhaltigen Sitzmöbeln für die Schülerinnen und Schüler.
Standort
45879 GelsenkirchenVorher- & Nachher-Bilder
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Aktions-Bilder
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Heimische Pflanzen
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Gartenstrukturen
Aktionsbilder & Infoarbeit
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Jubelbilder
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Vorher- & Nachher-Bilder
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Anzahl der Projektbeteiligten
20
Fläche
200 m²