{"id":2870,"date":"2025-05-04T16:22:28","date_gmt":"2025-05-04T14:22:28","guid":{"rendered":"https:\/\/wettbewerb.wir-tun-was-fuer-bienen.de\/eintrag\/2025-insektenparadies-im-klimawandel-in-bad-duerkheim-05048537\/"},"modified":"2025-07-31T20:32:57","modified_gmt":"2025-07-31T18:32:57","slug":"2025-insektenparadies-im-klimawandel-in-bad-duerkheim-05048537","status":"publish","type":"bienen_entry","link":"https:\/\/wettbewerb-archiv.wir-tun-was-fuer-bienen.de\/archiv-2025\/eintrag\/2025-insektenparadies-im-klimawandel-in-bad-duerkheim-05048537\/","title":{"rendered":"Insektenparadies im Klimawandel in Bad D\u00fcrkheim"},"content":{"rendered":"<p>Seit 2021 leben wir in dem genossenschaftlichen Mehrgenerationenprojekt \u201eFroh2Wo\u201c in Bad D\u00fcrkheim. Es besteht aus 4 H\u00e4usern mit 2000m\u00b2 Au\u00dfengel\u00e4nde und 74 Bewohnern zwischen 3 und 87 Jahren. Von Anfang an machen sich die 14 Mitglieder unserer Arbeitsgruppe \u201eWilde Wiese\u201c Gedanken, um unser Gel\u00e4nde so naturnah und insektenfreundlich wie m\u00f6glich zu gestalten. Es wurden von uns B\u00e4ume und B\u00fcsche gepflanzt, verschiedene Beete und Bl\u00fchwiesen angelegt und Strukturen wie Totholzstellen, zwei Sandarien, Wasserstellen und ein Steinhaufen geschaffen. So finden verschiedene Tiere Lebensraum und die Artenvielfalt wird gef\u00f6rdert. Ein Jahresplan mit unseren gesammelten Ideen\u00a0 und Aufgaben hilft uns, das kommende Jahr zu strukturieren. Das Ziel ist, unsere Umgebung sowohl f\u00fcr die Tiere als auch f\u00fcr die Menschen lebenswerter zu machen. Die meisten Punkte setzen wir sogar um, oft mit der Hilfe vieler Mitbewohner.<\/p>\n<p>Unsere Begeisterung \u00fcber die erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb \u201eDeutschland summt\u201c hat uns zu Verbesserungen inspiriert und zum Entschluss, wieder am Wettbewerb teilzunehmen. Wir wollen Nistk\u00e4sten f\u00fcr V\u00f6gel anbringen, ein Pr\u00e4riebeet anlegen, den Igelunterschlupf mit einem selbstgebauten Igelhaus erg\u00e4nzen, mehrere Wasserstellen f\u00fcr V\u00f6gel und Insekten einrichten und bestehende Strukturen erweitern bzw. verbessern.<\/p>\n<p>Da die meisten B\u00e4ume auf unserem Gel\u00e4nde noch zu klein sind um<strong> Nistk\u00e4sten<\/strong> daran aufzuh\u00e4ngen, hatten wir eine Beratung durch einen Naturschutzbeauftragten und Vogel-Experten vom NABU mit Ortsbegehung. Die empfohlenen K\u00e4sten haben wir teilweise selbst zusammengebaut und ein Mitglied unserer Gruppe \u00fcbernahm das Aufh\u00e4ngen der sechs K\u00e4sten. So standen die \u201eWohnungen\u201c ab M\u00e4rz f\u00fcr die V\u00f6gel bereit und ein Kohlmeisen-P\u00e4rchen war auch gleich interessiert.<\/p>\n<p>Danach ging es an die <strong>Neuanlage eines Beetes mit Pr\u00e4riestauden<\/strong>. Ein auf der S\u00fcdseite gelegenes 15m\u00b2 gro\u00dfes Beet\u00a0 mit viel Wildwuchs wollten wir in eine Bl\u00fch-Oase mit trockenheitsliebenden Stauden verwandeln. Zur Verbesserung des schlechten Bodens s\u00e4ten wir im letzten Jahr Bienenfreund ein. Das hatte den gew\u00fcnschten Erfolg gebracht, die obere Bodenschicht war deutlich lockerer und humusreicher.<\/p>\n<p>\u00dcber die Pflanzenwahl machten wir uns viele Gedanken. Der Klimawandel verursacht in unserem Gebiet an der Weinstra\u00dfe meistens gro\u00dfe Trockenheit und Hitze im Sommer. Auch sollte das neue Beet pflegeleicht sein und wenig Wasser ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>In einer Zeitschrift stie\u00dfen wir auf einen Artikel \u00fcber Pr\u00e4riepflanzen im Sandbeet. Die Pflanzen sind bienen- und insektenfreundlich, wie auch sehr viele einheimische Wildpflanzen auf unserem Gel\u00e4nde. Au\u00dferdem vertragen sie Sonne, Wind und auch mal Starkregen \u2013 perfekt f\u00fcr unser Beet. Auch das Experiment Sandbeet wollten wir wagen; durch die\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 20 cm dicke Sand-Mulchschicht versprechen wir uns weniger Gie\u00dfen und J\u00e4ten.<\/p>\n<p>Mit f\u00fcnf Eins\u00e4tzen, die uns viel Arbeit und Kraft gekostet haben, bereiteten wir im M\u00e4rz das Beet vor. Zuerst musste der Boden ausgehoben werden, damit die 20 cm Sand ins Beet passen. Dazu haben wir die verbesserte Erde zur Wiederverwendung zur Seite geschaufelt. Danach wurden 30 cm alte, sehr harte und steinige Erde abgetragen und gelagert. Um die richtigen Voraussetzungen f\u00fcr den Pflanzenwuchs zu schaffen, wurde die gute Erde mit einer Schicht Kompost vermischt wieder ins Beet eingef\u00fcllt. Schlie\u00dflich konnten die 5 Tonnen Sand im Beet verteilt werden. Den gro\u00dfen Berg alte Erde nahm uns ein Winzer ab, der durch Anpflanzung von B\u00e4umen seine genossenschaftlichen Bio-Weinfl\u00e4chen von einer Monokultur in Biotope zur Verbesserung des \u00d6kosystems umwandeln will.<\/p>\n<p>Im April konnten wir die bestellten Pflanzen endlich setzen und einpflanzen. Das ging im Sand erstaunlich schnell und einfach. Das alles h\u00e4tten wir ohne die gro\u00dfartige Hilfe vieler Mitbewohner nicht geschafft. Jetzt muss die bunt-bl\u00fchende Mischung von Pflanzen nur noch wachsen und gedeihen. Im Herbst wollen wir\u00a0 Blumenzwiebeln setzen,\u00a0 damit es im Beet schon im Fr\u00fchling\u00a0 bl\u00fcht. Dann k\u00f6nnen sich Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten auf ein weiteres Nahrungsangebot freuen!<\/p>\n<p>Unser gewonnenes <strong>Wissen<\/strong> geben wir gern weiter an Nachbarn, interessierte Passanten oder bei Info-Treffen unserer Genossenschaft. Der SWR drehte im Februar in unserem Projekt\u00a0 einen Beitrag f\u00fcr die Dokumentationsreihe \u00fcber alternatives Wohnen. Dabei interessierte sich das Team auch f\u00fcr die Arbeit unserer Gruppe und den Wettbewerb \u201cDeutschland summt\u201c.<\/p>\n","protected":false},"author":199,"featured_media":7507,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"wettbewerb_category":[11],"wettbewerb_region":[26],"class_list":["post-2870","bienen_entry","type-bienen_entry","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","wettbewerb_category-firmengaerten","wettbewerb_region-rheinland-pfalz"],"acf":[],"mb":[],"mfb_rest_fields":["title"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wettbewerb-archiv.wir-tun-was-fuer-bienen.de\/archiv-2025\/wp-json\/wp\/v2\/bienen_entry\/2870","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wettbewerb-archiv.wir-tun-was-fuer-bienen.de\/archiv-2025\/wp-json\/wp\/v2\/bienen_entry"}],"about":[{"href":"https:\/\/wettbewerb-archiv.wir-tun-was-fuer-bienen.de\/archiv-2025\/wp-json\/wp\/v2\/types\/bienen_entry"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wettbewerb-archiv.wir-tun-was-fuer-bienen.de\/archiv-2025\/wp-json\/wp\/v2\/users\/199"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/wettbewerb-archiv.wir-tun-was-fuer-bienen.de\/archiv-2025\/wp-json\/wp\/v2\/bienen_entry\/2870\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35776,"href":"https:\/\/wettbewerb-archiv.wir-tun-was-fuer-bienen.de\/archiv-2025\/wp-json\/wp\/v2\/bienen_entry\/2870\/revisions\/35776"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wettbewerb-archiv.wir-tun-was-fuer-bienen.de\/archiv-2025\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7507"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wettbewerb-archiv.wir-tun-was-fuer-bienen.de\/archiv-2025\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2870"}],"wp:term":[{"taxonomy":"wettbewerb_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wettbewerb-archiv.wir-tun-was-fuer-bienen.de\/archiv-2025\/wp-json\/wp\/v2\/wettbewerb_category?post=2870"},{"taxonomy":"wettbewerb_region","embeddable":true,"href":"https:\/\/wettbewerb-archiv.wir-tun-was-fuer-bienen.de\/archiv-2025\/wp-json\/wp\/v2\/wettbewerb_region?post=2870"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}